Barack Obama - Symbolik der US-Wahl - Trends und Indizien fürs kommende Jahrzehnt
Welche Trend-Einflüsse ergeben sich aus der Symbolik der US-Wahl für Deutschland und die Welt?
Welche Trend-Einflüsse ergeben sich aus der Symbolik der US-Wahl für Deutschland und die Welt? Die Indizien zeigen: Es ist ein globaler Wechsel in Bedeutung und Entscheidungsmacht der alten Industrienationen im vollen Gange.
Die neuen Industrienationen, Schwellenländer, ehemalige Kolonien und sogenannte zweite und dritte Welt übernehmen die Führung - das 21. Jahrhundert scheint einen Wechsel einzuläuten.
Allein für die USA bedeutet der Wandel in der Bevölkerungsstruktur auch einen radikalen Wandel in ihrer politischen Struktur. Im Jahr 2030 wird die weiße Bevölkerung in der Minderheit sein, die Mehrheit stellen dann Menschen mit afroamerikanischen und lateinamerikanischen (Hispanics) Wurzeln. Dieser Wandel scheint erstmals spürbar.
Unter den Wählern Barack Obamas sind mehr jüngere (Wähler unter 30: 66% B. Obama, 32% J. McCain) und nicht-weiße Wähler vertreten als in der Stammwählerschaft der Republikanischen Partei.
Der afroamerikanische Regisseur Spike Lee hierzu im Interview auf msnbc.com heute morgen (EST/US-Zeit): "The republicans are stuck in the 1950ies. (...) Yesterday I have been at the Obama headquarter... there were hardly people over 30".
Weitere Zahlen zur ethnischen Wählerstruktur :
Afroamerikanisch: 95% DEM, 4% REP
Weiß: 43% DEM, 55% REP
(Weiß unter 30: 66% DEM, 31% REP)
Hispanic: 66% DEM, 31% REP
Trendwende oder nur euphorisch-oberflächlicher Wandel?
Barack Obama ist einerseits ganz normaler Amerikaner, er vereint andererseits jedoch ein paar prägnante Symbole, die uns auf kommende Trends hinweisen:
• Herkunft aus keiner Erbschafts- und Establishment-Elite (und auch sein Vize Joe Biden stammt aus einer Arbeiterfamilie)
• als Afroamerikaner auch sichtbares Symbol für die USA wie die Welt, als ein Indiz zur Ablösung der weißen Herrschafts- und Oberklasse
• Wahlkampf in großen Teilen von den Bürgern getragen und finanziert (auch wenn Präsident Obama annähernd die gleichen Konzern-Sponsoren hatte wie McCain)
• "Back to the roots"-Mentalität - Obama ist sich auch seiner familiären Wurzeln bewusst. Seine Familie stammt aus Kenia in Afrika. Ein prägnantes Indiz! Rückbesinnung und Orientierung auf Grundwerte und Familie & Ethik sind starkes Element des global und unterschwellig nachhaltig einflussreichen Meta-Trends "Neuen Klassik".
Wir können uns also sicher sein, dass die US-Außen- und Wirtschaftspolitik sich in diesem und vermutlich auch dem nächsten Jahrzehnt verstärkt in Afrika engagieren wird.
• Bestärkung der weiblichen Aspekte. First Lady Michelle Obama wird mehr im Vordergrund an der Seite ihres Mannes stehen als ihre Vorgängerinnen. Und der neue US-Präsident wird dazu stehen.
Barack Obama steht mit Namen, ethnischer Herkunft und kommuniziertem (!) Charakter und Wahlkampfbotschaft für einen Wandel. Aufgrund bestehender Wirtschafts- und Politikstrukturen wird sich dieser Wandel vorerst nur symbolisch äußern. Allein diese Symbole werden jedoch ihre internationalen Auswirkungen zeigen.
Wir beobachten die weiteren Indizien und deren daraus folgende Trends.
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