Außen stark - innen schwach: USA & Iran

USA - Inoffizieller Stellvertreter-Polizist für die anderen

Sie sind wirtschaftlich schwach. Nur durch ihre ausreichend guten Beziehungen zu ihren Verbündeten sowie mithilfe ausreichender militärischer Mittel sichern sich die USA eine gewisse Stabilität. Zwar ist die Staatsverschuldung der USA dies Jahr so hoch wie nie - doch dies ist nicht relevant. Denn kaum einer der großen Industriestaaten hat ein Interesse an politisch und militärisch schwachen USA.

Man lässt die Vereinigten Staaten lieber innerhalb eines gewissen Rahmens gewähren - und schont somit eigene Bürger.
Die innere Stabilität der friedlichen Europäer bleibt gewahrt, da ja die von den europäischen Völkern weniger gewollten Militärausgaben relativ gering sind. Wirtschaftliche Unterstützung für USA und Alliierte lässt sich intern besser darstellen. Und im Zweifelsfalle sind es dann die Anderen, die im Krisenfall einspringen.

Dieses politisch-wirtschaftliche Spiel ist sehr riskant. Es kann leicht aus dem Ruder laufen. Ab einem gewissen Grad der Aggression wirtschaftlich oder politisch instabilerer Staaten aus Krisenregionen kommen die USA und ihre Alliierten wie auch die "pazifistischen" inoffiziellen Unterstützer nicht mehr leicht aus diesem Spiel heraus.

Ebenso besteht die Gefahr, dass die "Weltpolizisten" ihr Gespür gegenüber einer sinnvollen Realität verlieren.
Wir sehen dies im aktuellen Fall der wachsenden Iran-Krise.
Sie kann leicht eskalieren.

Würden die USA die Iraner "einfach machen lassen", wäre die Chance eventuell nicht schlecht, dass die Aggression der iranische Führung ihre Dynamik verlieren würde. Denn es würde das Spiegelbild des aggressiven Westens vertreten durch die USA fehlen.

Möglicherweise ist dies jedoch mittlerweile nicht mehr zu beheben.

Und für den Westen ist es dringend Zeit, wirksame Energie-Alternativen zum Öl des Nahen Ostens zur Serienreife zu entwickeln. Denn auch diese Abhängigkeit ist ein Grund für die derzeitigen kriegerischen Aktivitäten.

Der Trend
Steigende Lebenshaltungskosten aufgrund stark ansteigender Rohstoffpreise.
Leider sind die Industriestaaten noch zu stark vom Erdöl abhängig. Sämtliche gesicherten Vorräte der Staaten ohne eigene relevante Erdölvorkommen reichen mehr oder weniger grob geschätzt je nach Staat für 3 bis 9 Monate.

Die Folge-Optionen
Worst Case: Trotz einer mehr denn je sehr effizient arbeitenden Industrie und Wirtschaftskraft besteht die Gefahr einer intensiven Wirtschaftskrise.

Best Case: Diplomatie oder Geheimdienste schaffen eine mehr oder weniger friedliche Lösung des Konflikts. Und sei es durch geheimdienstlich unterstützte Schwächung der Regierung Ahmadinedschads gegenüber einer Oppositon.
Desweiteren vermögen in diesem Modell die Technologien der Industriestaaten trotz gestiegener Energiekosten aufgrund ihrer Effizienz die Problematik im Bereich der Wirtschaft zu besänftigen.
Die Krisengebiete erfahren in Folge wirtschaftliche Unterstützung und ideelle Akzeptanz auf dem internationalen Parkett.
Hieraus könnte ein fruchtbarer Austausch erwachsen.

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